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Ab 5. Oktober in österreichischen Kinos

Logline

Romeo und Julia in der Vorstadt – Alexandra Makarovás erster Spielfilm, erzählt von großen Gefühlen unter widrigen Umständen. Bunt, leidenschaftlich, intensiv!

Kurzsynopsis

Unter der Aufsicht seines despotischen Onkels Rocky, muss der slowakische Roma Pepe auf den Straßen Wiens betteln um Geld für seine Familie zu verdienen. Als die gleichaltrige Marcela dazukommt um die  Schulden ihres Vaters abzuarbeiten, verlieben sich die beiden Teenager. Doch die Rechnung haben sie ohne Rocky gemacht, der hat nämlich seine eigenen Pläne für Marcela.

Synopsis

Zusammen mit anderen slowakischen Roma, lebt der lebensfrohe Teenager Pepe unter der Aufsicht seines despotischen Onkels Rocky in Wien. Um Geld für seine Mutter und Schwestern in der Ost-Slowakei zu verdienen geht Pepe Tag für Tag betteln.

Trotz der Härte seines Alltags scheint sich Pepe mit seiner Lebenssituation abgefunden zu haben, das ändert sich jedoch als die gleichaltrige Marcela dazukommt um die Schulden ihres Vaters bei Rocky abzuarbeiten. Die beiden Teenager verlieben sich und träumen von einem freien  selbstbestimmten Leben in dem sie ihre Liebe frei ausleben dürfen.

Das erste Mal in Pepes Leben blickt er über seine Grenzen hinaus und versucht mit Marcela aus seinem tristen Alltag zu entfliehen. Doch die Rechnung haben sie ohne Rocky gemacht, der hat nämlich seine ganz eigenen Pläne für Marcela.

Regie
statement

Regiestatement

Ich wurde in Košice, nahe der ukrainischen Grenze in der Ost-Slowakei geboren. Eine arme Region, die selbst unter den Slowaken als minderwertig belächelt wird und das, obwohl die Mehrheit der Kreativen aus der Ost-Slowakei kommt. Besonders in der Ost-Slowakei gibt es sehr viele Roma. Anders als in Österreich, wächst man in der Slowakei sehr stark mit dem Bewusstsein auf, dass es Roma gibt. In Wien habe ich sie erst vor einigen Jahren wieder als Bestandteil der Gesellschaft wahrgenommen, oft in Form von Bettlern. Es gab ein Erlebnis mit einem ungefähr 12-jährigen Roma Jungen, den ich vom Sehen her schon länger kannte. Er kam an meinen Tisch, wollte Geld und Zigaretten, als wir ihm keines davon gegeben haben, hat er begonnen uns wüst zu beschimpfen ohne zu wissen, dass ich Slowakisch spreche und alles verstehe. Ich war so perplex und schockiert wie dieser Junge, der eigentlich noch ein Kind war so schnell so verrohen konnte. Seine Gesichtszüge hatten sich in den letzten Jahren rasant verändert, sie waren grimmig, aggressiv und nicht mehr die eines 12-jährigen Jungen. Der Gedanke an ihn hat mir keine Ruhe gelassen. Wo würde er schlafen, wo essen? Hat er jedie Schule besucht? Hat er Freunde, ein Lieblingslied? Was tut er, wenn er gerade nicht auf der Straße betteln muss? So hat alles begonnen, zuerst mit der Recherche mit Hilfe der Wiener Polizei bis hin zum ersten Treffen mit Jozefina Tomášová. Zusammen mit Jozefina Tomášová, einer Romni aus der Ostslowakei, habe ich fast zwei 3 Jahre lang unzählige osady- das sind Slums in denen die slowakischen Roma leben müssen, meistens am Stadtrand oder abseits kleiner Dörfer- besucht und die Menschen kennengelernt, ihre Ängste und Hoffnungen. Aus diesen vielen Lebensgeschichten und Schicksalsschlägen, die sie mir erzählt haben ist nach und nach das Drehbuch entstanden. Vor allem aber hatte ich die Möglichkeit sie in das Drehbuch einzubinden in dem ich immer wieder nachgefragt habe, wie würden sie reagieren, was wäre in ihrer Lebenslage denkbar und was nicht. Mir war von Anfang an sehr wichtig, dass ich so weit wie möglich Bescheid weiß über die Bräuche, die Familienstrukturen und Verhaltensregeln. Besonders wichtig war es, dass meine Recherche fundiert ist und ich den Menschen die dort leben so weit wie möglich gerecht werde und sie nicht bleiche, sprich: dass ich die Geschichte unserer Protagonisten nicht weiß färbe und ihr Verhalten dem Drehbuch zuliebe an das Verhalten oder die Sicht eines mittelständischen weißen Europäers anpasse. Das zeigt sich sowohl am Verhalten unserer Protagonisten und den Entscheidungen die sie treffen als auch am Kolorit des Films, sei es im Szenen- und Kostümbild oder in der Filmmusik.

Ein unverheirateter, kinderloser 35-jähriger Roma aus einem ostslowakischen Slum wie Rocky, hat mit einem anderen gesellschaftlichen Druck zu kämpfen und verhält sich anders als ein gleichaltriger österreichischer Handwerker. Marcela, die selbst noch nie auf einer Rolltreppe gestanden hat macht sich wenig Gedanken über Influencer, Schminktechniken oder Weihnachten. Genauso verhält es sich mit allen anderen Protagonisten. Das einzige was alle Figuren in meinem Film verbindet, ist die Suche nach Liebe und Geborgenheit, dem Willen geliebt und akzeptiert zu werden. In gewisser Weise möchten sie alle aus der ihnen zugedachten Rolle, die ihnen von der patriarchalischen Machtstruktur aufgezwungen wurde ausbrechen und frei sein. Frei sein in der Wahl ihrer Partner und frei sein der Mensch zu sein, der sie gerne wären. 

Nicht nur in Zerschlag mein Herz, sondern auch in der Slowakei ist dieser Wunsch unter den meisten Roma ein Kampf gegen Windmühlen. Die patriarchalischen Machtgebilde und die damit verbundene Rollenzuweisung sind tief verwurzelt in deren Kultur, bis heute. So unternehmen unsere Hauptfiguren zumindest den Versuch gegen die gesellschaftlichen Regeln zu rebellieren, scheitern jedoch auf voller Linie. Es war die Geschichte eines jungen Liebespaares aus der Ost-Slowakei die mich letztendlich dazu gebracht hat auch unseren Liebenden Pepe & Marcela das Glück der erfüllten Liebe zu verwehren. Ich sehe im selbst gewählten Freitod von Marcela und Pepe dennoch keine absolute Niederlage. Vor einigen musste ich ein Nahtod-Erlebnis erfahren. Ich kann mich nur noch an meine letzten Gedanken erinnern, bevor die Wellen mich mit sich trugen. Meine Gedanken waren so banal wie kitschig, so geradlinig, dass es fast erschreckend ist. „Warum habe ich ihm nicht öfter gesagt, dass ich ihn liebe?“.

Zu diesem Zeitpunkt fühlte ich mich irgendwie zufrieden und auch befreit. Ich hatte bis dahin ein wundervolles Leben geführt und mehr oder weniger alles gelebt, wofür es sich zu leben lohnt. Ich war nicht wütend, ich war etwas betroffen, dass ich nun nicht mehr an dem schönen Leben teilhaben sollte dürfen. Und genauso sehe ich auch die letzte Entscheidung von Pepe und Marcela. In solchen Momenten, und das kann ich tatsächlich aus eigener Erfahrung sagen, ist man dankbar für alle Entscheidungen die man selbst getroffen hat. Pepe und Marcela haben Gefühle erfahren, die vielen Menschen verwehrt bleiben. Oft auch für mmer. Sie stammen aus einer Kultur in der intensiv gelebt wird. Sie lebten für die Liebe.

Das Casting fand mehr oder weniger durchgehend statt. Während der vielen  recherchereisen konnten wir so viele Menschen kennenlernen, dass wir viele ihrer Geschichten, als auch sie selbst im Film wiederfinden. Ganz am Anfang hatten wir eine slowakische Casting-Agentur, die aber so Romafeindlich war und uns sonnengebräunte gadji (Nicht-Roma) geschickt hat mit der Ansage, sie wären zuverlässiger und besser, die Authentizität wäre hinten anzustellen, sodass wir uns nach kurzer Zeit von der Agentur getrennt haben. Simona Kovácˇ ová habe ich lustigerweise per Facebook gefunden. Ich habe mich durch unzählige Facebook Profilfotos durchgeforstet, beginnend mit der Sucheingabe eines klassischen Roma-Nachnamens. Sie war damals zwar erst 14 Jahre alt, hatte aber einen sehr natürlichen Zugang zur Kamera und ein Gespür für Szenen und die Figur der Marcela.

Roman Pokuta haben wir mit Hilfe unseres slowakischen Casters Juraj Baláž, der auch für Martin Šulíks Film CIGÁN Roma gecastet hat und bereits viel Erfahrung hatte, gefunden. Man darf sich die Castings nicht wie bei uns vorstellen. Die meisten haben weder Mail noch vertrauen sie einem offiziellen Castingaufruf. Das heißt, wir haben Schulen, Dörfer, Sportplätze, Musik- und Tanzschulen, Vereine etc. abgeklappert und direkt vor Ort diejenigen, die für die Rolle gepasst haben, gefragt, ob sie Lust und Zeit hätten. Die, die wollten, haben eine kleine Szene bekommen und hatten eine Woche Zeit sich auf das Casting vorzubereiten.

Ari Yehudit Richter, meine Regieassistentin und ich sind damals jede Woche in die Ostslowakei gereist und manchmal kam es vor, dass die Kandidaten,  derentwegen wir gekommen waren, gar nicht erst aufgetaucht sind und das, obwohl wir per Facebook tagtäglich mit ihnen Kontakt hatten, oft auch noch eine Stunde vor Beginn des Castings. Dann hieß es meistens, wenn überhaupt: „Ich muss auf meinen Bruder aufpassen“ oder „Ich muss arbeiten.“ Das ist eben eine andere Mentalität. Als wir dann zufällig Roman auf einem Sportfest nahe des größten Slums in Richnava gesehen haben, war für mich klar: Der könnte es sein. Mit einem aggressiven Haarschnitt, Piercings, Lederjacke und rauchend hat sich hinter seiner Rüstung ein sensibler Teenager versteckt, der aber in seiner Siedlung nicht sensibel sein darf. Auch Roman hat eine kleine Szene bekommen, um sie vorzubereiten. Wir mussten Marek Horvath – einem Rom aus Romans Slum, mit dem unser Caster bereits bei CIGÁN zusammengearbeitet hat – Geld geben, damit er darauf schaut, dass Roman zum Casting kommt und sich die Haare nicht weiter rasiert. Nachdem klar war, dass Roman Pepe sein könnte, haben wir Simona und František Balog, der Rocky spielt und der einzige Rom in der gesamten Slowakei ist, der am Staatstheater eine Fixanstellung hat, dazu geholt, um zu schauen, wie sie harmonieren. Es gab damals noch einen zweiten Kandidaten für die Rolle von Pepe, aber als Simona in Romans Gegenwart total nervös geworden ist, war klar: Roman ist es.

Die Dreharbeiten mit Roman und Simona waren klarerweise ganz anders als mit professionellen Schauspielern, denn für beide war es die erste Erfahrung beim Film. Es lief viel weniger darauf hinaus, was die Figuren vorher gemacht haben oder wo sie hinwollen, es war immer ein Hier und Jetzt – ähnlich ihrer Mentalität im echten Leben. Es waren viel mehr physische Anweisungen als innere, wenn auch beide bei den emotionalen Szenen tatsächlich weinen mussten, wenn ihre Figuren weinen mussten. Simonida Selimovic, eine serbisch-stämmige, in Österreich lebende Romni, habe ich bereits vom Theater gekannt und war sehr froh, als sie zugesagt hat. Simonida spricht kein Slowakisch und musste ihren Text quasi ohne ihn zu verstehen lernen. Die Sache mit den Sprachen war schon zu Beginn eine Überraschung, denn ich dachte, alle Roma sprechen Romanes. Dann war es aber oft so, dass sie in einem Slum nur Romanes und kein Slowakisch sprechen und zehn Kilometer weiter war es das komplette Gegenteil.

Nur Roman Pokuta, Martin Gábor und Simonida Selimovic sprechen Romanes, und selbst die Drei sprechen so unterschiedliche Dialekte, dass sie sich schwer verständigen konnten. Martin Gábor habe ich bei einem der ersten Castings getroffen, als er für die Rolle des Pepe vorgesprochen hat. Seine Figur und dessen Backstory existiert nur wegen ihm, er ist eine sehr eindrucksvolle und inspirierende Person mit einem taffen Background – ähnlich wie Jessi, die Figur, die Martin spielt.

Im Großen und Ganzen war der gesamte Casting-Prozess faszinierend und extrem herausfordernd. Viele der Jugendlichen, die wir gecastet haben, konnten weder lesen noch schreiben, was für alle Beteiligten eine unangenehme und traurige Situation hervorgebracht hat. Es gibt sehr viele engagierte Menschen in der Slowakei, die versuchen, Jugendliche aus ihren Slums rauszuholen und ihnen in Form von Musik, Tanz und Schauspiel eine neue Perspektive zu geben – wie Ivan Akimov, der zusammen mit seiner Romni-Frau Helena Akimová voller Elan und mit einer irren Energie die Musikschule Kesaj Cˇ have leitet. In den wenigsten Fällen gelingt jedoch der Versuch und meistens sind die Mädchen dann doch vor dem 18. Lebensjahr schwanger oder sie werden von ihren Familien einfach nicht losgelassen.

ALEXANDRA MAKAROVÁ

Produzenten
statement

Produzentenstatement

In unserer Geschichte verbinden sich zwei sehr starke Motivationen des Lebens. Die erste ist die Liebe. Eine Kraft, die jeder von uns schon gespürt hat. Etwas, wo jeder von uns schon einmal gemerkt hat, was sie bewirken oder auslösen kann. Denn nicht nur Freude, zur Liebe gehört auch Leid – auch wenn wir den Schmerz vergessen lernen, geben wir uns der Liebe hin. Auf alle Fälle ist sie ein Motor für unser Leben.

Die zweite Motivation unserer Erzählung ist eine in unserer Kultur tief verwurzelte Geschichte. Die Geschichte eines Volkes, das seit mehr als 600 Jahren in Europa lebt. Ein Volk ohne eigenen Staat, das in nserer Kultur mit Vorurteilen und Klischees behaftet ist. Seine Geschichte übt auf uns eine ganz eigene Kraft aus. Sie bewirkt etwas, sie macht etwas mit uns, sei es negativ oder positiv.

Die Verbindung dieser zwei starken Pole ergibt mitten in unserer Welt eine weitere Welt, die uns doch so fremd ist. Von der wir dachten, dass wir sie schon lange hinter uns gelassen hätten, der wir uns nicht entziehen können. Eine  patriarchalische Gesellschaft, die uns vielleicht unrealistisch oder klischeehaft erscheint.

In unserer Geschichte verlieben sich zwei Menschen, etwas ganz Banales, etwas das ständig, jede Minute, jede Sekunde passiert. Und doch kann es so unterschiedlich sein. Während wir uns freuen und glücklich Zukunftspläne schmieden, kann es für andere Schmerz und Leid oder sogar den Tod bedeuten. Kurz gesagt: In unserm Film passiert etwas ganz Alltägliches, jedoch ist es in einer Gesellschaft verortet, die sich unseren Blicken entzieht und in die Einzutauchen uns, den „Hier-Geborenen“, meist verwehrt bleibt.

In den letzten Jahren sind mein Team und ich mehrmals in der Ostslowakei gewesen, um ein Verständnis für diese Kultur zu bekommen. Armut, Liebe, Lebensfreude, Angst, Unsicherheit, aber auch – und das ist das Entscheidende – die Kraft einer Kultur eines Volkes, die, egal in welchem sozialen Umfeld sie leben, inständig zu spüren ist. Sie vermittelten uns ein Gefühl von spontaner Lebensfreude, aber auch von einer großen  Emotionalität, die Kraft, die man auch in ihrer Musik wieder findet. Es ist genau diese Kraft, die in meinen Augen dieses Volk  ausmacht. Eine Kraft, die selbst in der größten Armut etwas Lebensbejahendes findet.

Der Versuch, in diese Welt einzutauchen und vor allem den kreativen Gewerken, die am Entstehen von  ZERSCHLAG MEIN HERZ beteiligt waren, zu  ermöglichen, Alexandra Makarová auf Recherchereisen zu begleiten, war mir ein großes Anliegen, um diese Parallelgesellschaft so realitätsgetreu als möglich entstehen zu lassen.

Unter normalen Produktionsbedingungen wäre es wohl nicht möglich gewesen, diesen Film zu realisieren. Teilweise mussten wir ein nicht zu rechtfertigendes wirtschaftliches Risiko eingehen. Aber warum? Ich konnte mich seit dem ersten Lesen des Treatments von Alexandra Makarova dem Thema nicht entziehen. Wie oft habe ich erlebt, dass Autor*innen und  Regisseur*innen jahrelang an Projekten arbeiten und am Schluss an fehlenden Mitteln scheitern, weil es teilweise wirtschaftlich unzumutbar wäre, unter den gegebenen Bedingungen Filme zu produzieren. Ich wollte nicht dafür verantwortlich sein, dass dieser Film nicht zustande kommt und das Schicksal so vieler wertvoller Projekte teilen muss.

Das Milieu, das wir zu schildern versuchen, beruht auf einer Tradition, die sich seit Jahrhunderten nicht verändert hat. Eine patriarchalische Gesellschaft, die nicht mit den Vorstellungen einer modernen Welt, in der jeder Mensch die gleichen Rechte hat, frei entscheiden darf, wen er/sie liebt oder wo er/sie leben möchte, vereinbar ist.

Durch Jahrhunderte lange Vertreibung, Flucht und Versklavung, ständiger Ausgrenzung der Mehrheitsgesellschaft, blieb ihnen nur der soziale Familienzusammenhalt. Was wir in den slumartigen Roma-Dörfern der Ostslowakei erlebt haben, war, dass der Mann, der Vater, den Frauen und Kindern Schutz bieten muss. Das führt dazu, dass er auch Gewalt über sie ausübt. Bis heute sind diese patriarchalischen Strukturen aufrecht und somit auch das Verfügungsrecht der Väter über ihre Kinder. Das Wohl der Familie steht über dem Wohl des Individuums. Hier haben sich Muster aufgebaut, in denen Kinder und Frauen als Ware behandelt werden.

Shakespeare schreibt: „…Und was Liebe kann, das wagt Liebe zu tun.“ Unsere Protagonist*innen versuchen aus ihren sozialen Konventionen auszubrechen. Sie wagen, was ihnen die Liebe aufgibt, in dem Wissen, wie schwer ihr Leben dadurch sein wird. Doch durch die Kraft der Liebe vergessen sie den  bevorstehenden Schmerz. Hier sind wir wieder bei unseren zwei starken Motivationen, von denen ich am Anfang schreibe. Motivationen, die eine lange Tradition in der dramatischen Dichtung haben. (Schon in den METAMORPHOSEN von Ovid brechen diese Motivationen in PYRAMUS UND THISBE hervor, Bandello führt in seiner Novelle über den TRAGISCHEN TOD ZWEIER UNGLÜCKLICHER LIEBENDER Romeo und Julia ein und bietet so Shakespeare und de Vega den Stoff für ihre Dramen. Diese Liste könnte über Kellers ROMEO UND JULIA AUF DEM DORFE bis Bernsteins Musical WEST SIDE STORY fortgeführt werden.)

Für uns gilt es, diese starke Kraft der Liebe mit den Emotionen des Volkes der Roma in einer Liebesgeschichte zu verbinden, die so alt ist und doch jeden Tag auf unserer Welt neu erfunden wird. Es soll ein Blick auf Wien geworfen werden, dessen Perspektive die meisten von uns nicht kennen, die aber existiert. Wir haben die Kraft erlebt, aber auch das Elend gesehen, in dem die Roma hausen.

Wir haben erlebt, dass die Lebensbedingungen in den slowakischen Dörfern unzumutbar sind. Wir sehen aber auch, dass dieses Elend von der Öffentlichkeit nicht zur Kenntnis genommen wird. Wir denken, dass Film ein Medium ist, die Öffentlichkeit aufmerksam zu machen, vor allem der Spielfilm vermag es, innere Seelenvorgänge stärker zu vermitteln als die Wirklichkeit.

SIMON SCHWARZ

Termine

Termine

DERzeit im Kino 

Wien: Topkino

Graz: Geidorf Kunstkino

Salzburg: Das Kino

Innsbruck: Leokino

demnächst:

St. Pölten: Cinema Paradiso (ab 26.10.)

Filmcasino Gröbming (ab 28.10.)

Credits & Daten

Credits

Regie& Drehbuch: ALEXANDRA MAKAROVÁ

Drehbuch: SEBASTIAN SCHMIDL

Kamera: GEORG WEISS

Schnitt: LISA ZOE GERETSCHLÄGER

Szenen- und Kostümbild: MOMO EHEGARTNER

Maske: MARLENE LENZ, OLIVIA WEIGELT

Tonmeister: PETER RÖSNER

Regieassistenz: STEFAN LANGTHALER, ARI YEHUDIT RICHTER

Casting: JURAJ BALÁŽ, ALEXANDRA MAKAROVÁ &
ARI YEHUDIT RICHTER

Musik: JOHANNES WINKLER

Produzenten: SIMON SCHWARZ & KONSTANTIN SEITZ

Produktion: ALTERNATIVE PRODUCTIONS – Konstantin Seitz

ZERSCHLAG MEIN HERZ wurde hergestellt mit Unterstützung des
BKA Österreich/Sektion II, des Landes Niederösterreich, der MA 7
(Kulturabteilung der Stadt Wien) und Abteilung Kunst und Kultur und
feierte seine Welturaufführung im Rahmen der Diagonale 2018.

A 2018, 99 min, Farbe, OF, DCP

CAST

Mit:
Roman Pokuta
Simona Kováčová
František Balog
Simonida Selimovic
Martin Gábor
Maximillian Six
Wolfgang Zechmayer
Eva Spreitzhofer
Sasa Makarová

Festivals

Art Film Fest Košice, SK 2018
Diagonale, A 2018
Fünf Seen Filmfestival, D 2018

Presse

Filmstills

Presseheft